Kinderheim in Nangahure Eine besondere Bedeutung kommt dem Kinderheim Nangahure zu. Das für behinderte Kinder erbaute Kinderhilfszentrum betreut nicht nur mangelernährte oder kranke Kinder, sondern bietet auch Hilfe und Beratung für kranke Erwachsene an. Mittlerweile findet auch eine Förderung in Form von Therapie statt. Durchgeführt wird diese Therapie von Laien, die während der ersten Unterstützungsphase von therapeuten der Reha-Westpfalz angeleitet wurden.
Das Kinderheim Nangahure ist eines der 6 Kinderhilfszentren, die durch die
Stiftung NATVITAS geführt werden. Um die 200 Kinder werden hier betreut.
Die Kinderhilfszentren werden teilweise aus dem Ertrag des Sea World Club unterstützt
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Landwirtschaftsschule Waigate
Fährt man von Maumere aus kommend in Richtung Larantuka, führt der Weg an Waigate vorbei, einem kleinen Dorf an der Nordküste. Hier befindet sich - umgeben vom üppigen Grün der Bäume und Büsche und landwirtschaflich genutzten Flächen - die Landwirtschaftsschule Waigate.
Das Klima hier ist sehr heiß und noch vor paar Jahren war es unfruchtbare Steppe mit hohem Alang-Alang-Gras. Jetzt ist es gute, fruchtbare schwarze Erde. Dies wurde in vielen Jahren harter Arbeit und unter verwendung von Kompost und anderen Gründingern erreicht. Kunstdinger finden nur minimale Anwendung.
Die Schule besteht seit 1978. Das Land hat die Regierung von Maumere zur Verfügung gestellt und ein Teil wurde durch Pater Bollen günstig hinzugekauft. Von Beginn ihrer Gründung steht die Schule unter einheimischer Leitung und einheimische Lehrer gestalten den Unterricht.
In der Schule werden bevorzugt Kinder aus Flüchtlingsfamilien und abgelegenen Dörfern in 3 jährigen Landwirtschaftskursen ausgebildet. Gleichzeitig erhalten sie Mittelschulbildung. Heute hat die Schule 105 Schüller und wird von Misereor gefördert
Nachdem mit Spenden u.a vom Kindermissionswerk Aachen und Eigenleistung aus den Behindertenwerkstätten der YASPEM ein Mädcheninternat gebaut wurde, können auch viele Mädchen an der Ausbildung teilnehmen.
Die Ausbildung teilt sich in Vermittlung von theoretischem Wissen und in praktische Arbeit auf den den kleinen Feldern, die jeder Schüler zu bewirtschaften hat.
Mit ganz wenigen Ausnahmen kehren alle Schüler nach Abschluß der Ausbildung in ihre Dörfer zurück und bestreiten dort ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft.
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Nähstuben und Nähkurse
Die Ikat-Webkunst ist die Kunst schlechthin in Sikka und Maumere Gebiet und in weiten Teilen von Flores.
Die Ikat-Technik ist sehr aufwendig und besteht darin, die auf Ikatrahmen aufgespannten Kettfäden mit Bambusbast zu
umwickeln bzw. abzubinden und ein Muster entstehen zu lassen. Ohne Vorlage, nur aus dem Gedächtnis heraus, entsteht das Muster.
Jedes Ikat ist dadurch ein Unikat. Überall in den Dörfern tragen die Frauen ihre Ikat-Sarongs. In kleinen Städten wird diese traditionelle Kleidung
langsam durch europäische Kleidung verdrängt.
Die YASPEM Stiftung bemüht sich diese Kunst zu fördern und zu erhalten und den Frauen und Mädchen
die Möglichkeiten zusätzlicher Erwerbsquellen zu eröffnen, indem aus Ikat viele nützliche und schöne Produkte
genäht werden, wie Taschen, Rucksäcke, Kulturtaschen, dekorative Kissenbezüge,Westen und vieles mehr.
So wurden letztes Jahr, dank der vielen gespendeten Nähmaschinen aus Deutschland viele Nähkurse für Frauen und Mädchen durchgeführt und in Maumere sowie in abgelegenen Dörfern Nähstuben eingerichtet. Hier lernen die Frauen und Mädchen aus den traditionellen Ikatstoffen, - deren Webkunst sie perfekt und künstlerisch beherrschen und die sie selbst so wunderschön kleidet - auch Produkte für den Weiterverkauf
herzustellen. Die YASPEM Stiftung bemüht sich diese handwerktlichen Produkte zu vermarkten.
Behindertenwerkstatt
In unserer Behindertenwerkstatt werden Produkte aus Holz, Kokosschalen und viele Gebrauchsgegenstände hergestellt. So wurden
auch die Betten für das neu errichtete Mädchenheim in der Landwirtschaftsschule hier hergestellt.
Landwirtschaftliche Lehrgänge
Auch landwirtschaftliche Schulungen für Erwachsene aus abgelegenen Dörfern werden angeboten. Die Lehrer gehen in die Dörfer und vermitteln neue und veränderte Anpflanzmethoden. Oder es kommen aus den Dörfern Abordnungen und erlernen das Anbauen von Pflanzen. Mit diesem Wissen gehen die Bewohner zurück in ihr Dorf und vermitteln das Erlernte an die Einwohner weiter.
So bietet YASPEM landwirtschaftliche Lehrgänge über Hühnerhaltung an, zeigt wie kompostiert wird oder der Umgang mit biologischem Pflanzenschutz. Diese Schulungen werden auch im Ausbildungszentrum des Sea World Club Hotel, einer weiteren Einrichtung der YASPEM Stiftung durchgeführt.
Terrassenprojekte
Mit dem Anlegen von Terrassen auf Hügeln soll verhindert werden, daß der Boden während der Regenzeit ausgewaschen und die Ernte weggeschwemmt wird. Auf den neu angelegten Flächen werden unter anderem Cashew-Nüsse, Kakao und Gewürznelken angebaut. Da die vulkanische Insel sehr bergig ist, ist dies besonders wichtig für die ausreichende Ernährung der Menschen.
Hier arbeitet YASPEM eng zusammen mit dem Steyler Missionar Klaus Naumann.
Die Spendengelder aus Deutschland, vor allem vom saarländischen Verein "Hilfe direkt", fließen derzeit
in die Terrassenprojekte in den Orten Kewapante, Ili und Habi.
Hilfe für Flüchtlinge aus den Molukken
Aktuell beschäftigt uns auch die wachsende Zahl von Flüchtlingen aus den Molukken. Dort herrschen seit 5 Jahren heftige Unruhen, die das friedliche Zusammenleben der Menschen zerstört und viel Elend gebracht haben.
Viele Flüchtlinge stammen ursprünglich aus Flores und sind vor vielen Jahren auf die Molukken ausgewandert, haben geheiratet und eine Existenz aufgebaut. In ihrer alten Heimat auf Flores waren die Möglichkeiten einer Existenzgründung für junge Menschen begrenzt, da die jung vulkanische Insel Flores mit den steil abschüssigen Berghänge nicht mehr alle Menschen ernähren konnte. Der einzige Ausweg für sie war in andere Gebiete, die nicht so dicht besiedelt waren und wo noch fruchtbarer Boden vorhanden war, auszuwandern. Die Molukken waren für Auswanderer von Flores ein beliebtes Ziel. Dort haben sie mit viel Fleiß durch Anbau von Kaffee, Kakao, Gewürznelken, Kokosbäumen sowie Viehzucht eine neue Existenz aufgebaut. Die am Ende der Suharto Ära in ganz Indonesien ausbrechenden Unruhen führten dazu, daß Spannungen zwischen der lokalen Bevölkerung und den von anderen Gebieten eingewanderten Bewohnern der Molukken sich in kriegerischen Auseinandersetzungen entluden, wobei ganze Dörfer überfallen und die Bewohner vertrieben wurden. Dabei spielten wirtschaftliche, ethnische und religiöse Spannungen eine Rolle.
So haben viele Haus, Hof und Beschäftigung und oft den einen oder anderen Angehörigen verloren. Nun fliehen sie oft auf abenteuerliche Weise auf ihre angestammte Insel, wo sie her kamen nämlich Flores. Da dies Einzelfälle sind, sind diese Menschen von staatlicher oder internationalen Flüchtlingshilfe nicht erfaßt. Hier sind wir als soziale Stiftung gefragt.
So gut die Mittel es erlauben, versuchen wir diesen geprüften Menschen zu helfen. Anfangs haben wir mit je 30 Zinkblechen geholfen ein Dach über den Kopf zu bekommen und haben zur Überbrückung 75 kg Reis pro Familie gegeben. Auf diese Weise konnte über 400 Familien aus der gröbsten Not geholfen werden. Gedacht werden muß auch an Arbeitsbeschaffung damit sie hier wieder auf eigenen Füßen stehen können. Zum Aufbau einer neue Existenz helfen wir mit Krediten und Schulung auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Kleinhandwerk.. Natürlich gibt es auch andere individuelle Nöte, welche Abhilfe verlangen. z.B Medikamente und Krankenhauskosten, Schulgeld für die Kinder usw. Dafür ist uns jede Hilfe willkommen.
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